Dieses Buch ist der schonungslose Lebensbericht eines Mannes, der als Zuhälter und Gewalttäter gelebt hat, der ein exzessiver Trinker und gefürchteter Schläger war, ein Mann, tief gespalten in seiner Beziehung zu Frauen, voller Hass und Selbsthass. Das Buch wurde in einem Zuchthaus in Marseille geschrieben. Es ist ein wichtiges Zeugnis von der Nachtseite unserer Gesellschaft, das unsere Kenntnis vom Menschen bestürzend erweitert.
Dies ist ein Bericht von einer Reise in eine verborgene Welt. Einschluss erzählt vom Leben und Sterben im Gefängnis. Die stimmen aus der Haft verdichten sich zu einem literarischen Report über Schuld, Moral und Strafe – und über die Freiheit zum Bösen, die manchen hierher führte.
„Türen ohne Klinke –Ein Totschläger erzählt seine Lebensgeschichte“
Harald Poschner
Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf
In „Türen ohne Klinke“ erzählt Harald Poschner, der wegen Totschlags verurteilt wurde, ohne Selbstmitleid seine Lebensgeschichte. Hier kommt der Täter selbst zu Wort: Das Vuch gibt die Innensicht eines Menschen am Rande unserer Gesellschaft wieder. Die Sprengkraft dieser Autobiografie liegt in der Normalität des Ungeheuerlichen, der alternativlosen Logik der Spirale von krimineller Verstrickung, Haltlosigkeit, Such und Gewalt.
„Härte“ – Mein Weg aus dem Teufelskreis der Gewalt
Andreas Marquardt
Verlag Ullstein
West-Berlin in den 60er Jahren, ein kleiner Junge, der sich nicht wehren kann und ein dunkles Familiengeheimnis: Dies ist die erschütternde Lebensgeschichte von Andreas Marquardt, lange Jahre einer der berüchtigtsten Zuhälter Berlins. Schonungslos ehrlich und fesselnd schilder Marquard sein Leben, das von frühester Kindheit geprägt war durch Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung – aber auch , wie es ihm gelang, diesen Teufelskreis zu durchbrechen und einen Weg zurück ins Leben zu finden.
„22 Jahre Knast – Autobiographie eines Lebenslänglichen“
Dimitri Todorov
Verlag Knaur
Todorov war der erste Geiselgangster Deutschlands. Ein höchst umstrittener Richterspruch verurteilte ihn zu lebenslänglich. Zur Tatzeit war er 24 Jahre alt – als er entlassen wurde, war er 48. Wie überlebt man zwei Jahrzehnte eingesperrt in einer Zelle?
Vom Leben hinter Gittern kann nur einer erzählen, der es selbst erlebt hat. Tag für Tag, Stunde für Stunde, Minute für Minute, Todorov erzählt davon in einer eindringlichen Sprache, mit leisen Bildern und harten Worten. Dies ist seine Geschichte, einer Geschichte mit einer unerklärlichen Faszination.
Mit vierzehn Jahren verstieß ich zum ersten Mal so sehr gegen das Gesetzt, dass ich polizeilich und gerichtlich belangt werden konnte. Der verhängte und verbüßte Jugendarrest hielt mich nicht von weiteren Straftaten ab. Insgesamt verbrachte ich etwas sechzehn Jahre meines Lebens in Gefängnissen. Die in diesem Buch häufig spaßig geschilderten Erlebnisse sollten nicht über die vielen ernsten , traurigen einsamen und eintönigen und sehr lieblosen Stunden, Tage, Monate und Jahre hinwegtäuschen. Die Frage, ob ich mein Leben in dieser Form widerholen würde, beantworte ich mit einem klaren Nein.
„Im Rotlicht – Das explosive Leben des Stefan Hentschel“
Ariane Barth
Verlag Ullstein
Bei Recherchen über das Hamburger Amüsierviertel St. Pauli lernt Ariane Barth die Milieugröße Stefan Hentschel kennen. Packend und provokant erzählt er von seinem Leben als Zuhälter, seinen Frauen, den Kiez-Größen und dem Kodex der Unterwelt. Schonungslos deckt seine Lebensbeichte die Geheimnisse und Grausamkeiten von Deutschlands sündigster Meile auf.
Es gibt bleierne Zeiten, über die kann man nicht reden, die sind da um überwunden zu werden; redete ich darüber, würde ich missverstanden, also schreibe ich…
Selten wurde über den Alltag im Gefängnis so rückhaltlos und eindringlich geschrieben, wie in diesem Buch. Peter Feraru, seit vielen Jahren inhaftiert in einer Justizvollzugsanstalt, schildert, was wirklich geschieht hinter Gefängnismauern. Dieses Buch ist nicht für jene gedacht, die Gewalt, Sex und Crime erwarten. Er schrieb es, um seiner Betroffenheit, an der er zu ersticken drohte, Luft zu machen.
Der harte Knastalltag wird durch dieses Buch deutlich gemacht. Die authentischen Berichte und Biographien der Strafgefangenen geben sehr eindrucksvolle Einblicke, denen man sich nicht so leicht entziehen kann. Für den Leser ist das Buch zudem ein überzeugendes Zeitdokument mit vielen interessanten Lebensgeschichten, die man sicherlich nicht so schnell vergisst.
Es kommen nicht nur Strafgefangene wie Mörder, Diebe, Betrüger, Räuber, Sexualstraftäter und Drogenhändler zu Wort, die offen ihre persönliche Biographie erzählen, sondern auch diejenigen, die in den Justizvollzugsanstalten beschäftigt sind. Denn gerade die Strafgefangenen und die Bediensteten der Justizvollzugsanstalten können am realistischsten über das Leben hinter Gittern berichten. Insgesamt entsteht so ein realistisches und umfassendes Bild über das Leben im Knast.
„Ritual Knast – Die Niederlage des Gefängnisses – Eine Bestandsaufnahme“
Hubertus Becker
Verlag Forum Leipzig
Hubertus Becker, 20 Jahre Hafterfahrung, schilder das Dasein im Gefängnis, die Praxis des Vollzugsrechts, die Wärter, die Fachdienste, die Subkultur, den lebensfremden Organismus und das, was er erzeugt. Ein Schwarzbuch über Wirklichkeiten…
„Lebenswelt Gefängnis“ Einblick in den Jugendstrafvollzug mit Berichten junger Gefangener
Thomas Weipert
Verlag Centaurus
Das Buch vermittelt authentische Einblicke in den Lebensalltag jungendlicher inhaftierter hinter Gittern. Es erläutert, wer und wie man in Jugendstrafanstalten kommt. Im Hauptteil berichten jugendliche Inhaftierte in verschiedenen Beiträgen über sich selbst und ihre Erlebnisse und Erfahrungen hinter Gittern. Abschließend werden die Problemfolgen des Jugendstrafvollzuges erörtert. Durch die Reportagen wird dem Leser deutlich, wie schlecht Resozialisierung im Gefängnismilieu gelingt und wie dringend es entsprechender Veränderungen bedarf.
Blutüberströmt und bewußtlos wird einer die Treppe runtergeschleift: Das Rollkommando hat zugeschlagen. Das Gefängnispersonal weiß angeblich von nichts. Eine von vielen Szenen. Eppendorfer schildert die Realität des Gefängnisalltags. Er berichtet von Menschen, die sich außerhalb der bürgerlichen Gesellschaft ihre eigenen ungeschriebenen Gesetze geschaffen haben. Von der Wut auf Wärter und Bullen, den illegalen Geschäften, vom Knast im Knast, von der Hoffnung auf Freiheit, von dem glauben an etwas, das einen überleben läßt. Aber auch von Verzweiflung und von Selbstmord.
Ausgezeichnet mit dem Ingeborg-Drewitz-Literaturpreis für Gefangene
Verlag Thom
Die vorliegende Anthologie versammelt die ausgezeichneten 16 Texte sowie die Dokumentation zweier Sonderpreise. Häftlinge in deutschen Gefängnissen schreiben unterschiedliche Kurzgeschichten, Erfahrungsbericht, Tagebuchauszüge, Spielszenen und lyrische Texte. Sie alle lassen erkennen, wie viel Kraft nötig ist, um dem alltäglichen, oft jahrelangen Trott von Erniedrigung und Entmündigung im Strafvollzug nicht völlig zu unterliegen. Sie zeigen aber auch Phantasie, Kreativität und den Versuch, Hoffnung auf das Leben außerhalt der Gitter zu bewahren.
Eigentlich entscheidet Mathilde nie aus dem Bauch heraus. Aber diesmal ist sie rettungslos verliebt – in einen inhaftierten Verbrecher. Allzu rasch gibt sie ihm das Jawort, weil sie glaubt, dass er der Richtige ist. Bis er plötzlich vor ihrer Tür steht…
Eine Frau verliert sich in der lebensgefährlichen Liebe zu einem Mörder und riskiert damit sein nächstes Opfer zu werden - - -Susanne Mischkes Kriminalroman ist originell und psychologisch packend zugleich.
Eine junge schwangere Frau wird nachts vom Anruf ihres Ehemanns geweckt: Tommy hat mit seinem Freund einen Einbruch begangen – dabei ist eine alte Frau ums Leben gekommen. Er muss ins Gefängnis. Pattys altes Leben endet in dieser Minute, ein neues beginnt: Sie zieht ihren Son Casey alleine auf und steht loyal zu ihrem Mann. Die ganzen achtundzwanzig Jahre lang…